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Besitz und Besetzung

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Besitz und Besetzung
© März 2006 Asher IntraterTEIL EINS: BUND und EROBERUNG

Heute hangen viele Konflikte in der Welt mit der Frage über Besitz und Besetzung des Landes Israel zusammen. Das Folgende ist ein Versuch, eine ausgewogene Zusammenfassung der grundlegenden biblischen Inhalte zu diesem Thema aus messianisch jüdischer Sicht zu präsentieren.

            Die Patriarchen

Als Gott die Welt erschuf, übergab Er das Land des Planeten Erde der menschlichen Rasse. Er stellte Adam in den Garten Eden und befahl ihm, die Herrschaft über alle körperliche Schöpfung auszuüben (Genesis 1, 26). Adam verlor seine Herrschaft durch Sünde. Durch die ganze Bibel wird der Prozess der Rückeroberung dieser Herrschaft über die Erde geschildert. Die ganze Geschichte der Bibel erzählt von dem Prozess der Rückeroberung dieser Herrschaft über die Erde.

Abraham schloss einen Bund mit Gott, was den Prozess der Wiederherstellung Israels auslöste. Gott befahl ihm („Lech L’cha“) zu gehen, zu einem besonderen Ort, den Er ihm zeigen würde (Genesis 12,1). In diesem Bund gibt Gott Abraham das Land Kanaan (Israel) als uneingeschränkten Besitz. Gott bestätigt das Versprechen seines Bundes für Abraham, Isaak und Jakob siebenmal durch das Buch Genesis (12,7; 13, 17; 15, 18; 17, 8; 26, 3; 28, 13; 35, 12).

Da die Aussagen der Bibel zu diesem Thema so klar sind, missachten sowohl der westliche Humanismus, der einen göttlichen Bund über das Heilige Land verleugnet, als auch der islamische Fundamentalismus, der behauptet, das Land gehöre den Nachfolgern von Mohammed, das Wort Gottes.

Bemerkung: Islamische Terrororganisationen wissen, dass Israel keinen Krieg will und sogar Frieden machen würde, wenn es nur einmal einen Abbruch der terroristischen Angriffe gäbe. Warum hören sie also nicht auf? Weil sie glauben, dass das ganze Land Palästina / Israel dem Islam gehören muss. Ihr falscher Glaube, diesen Besitz des Landes betreffend, führte sie zu einer Strategie des Terrors. (Sprüche 29, 12 – „Ein Herrscher, der auf Lügen hört, hat nur gottlose Diener.“)

Das Versprechen an Abraham und seine Nachfahren, dass sie dieses Land besitzen würden, ist ein absoluter und unwiderruflicher Bund. Dieser Bund ist der erste Schritt dazu, den Besitz des Planeten Erde durch die menschliche Rasse, den Adam verloren hat, wiederherzustellen.
Obwohl Abraham und seine Nachfahren das Land durch ein Bundesversprechen zugesprochen bekamen, strengen sie sich nicht an, es zu erobern.

– Als seine und Lots Männer einen Streit haben, sagt Abraham zu Lot, dass er auswählen sollte, welchen Teil des Landes er möchte. (Genesis 13, 9)

– Isaak gibt nach, als er mit den Philistern über den Besitz der Brunnen streitet (Genesis 26, 22).

– Jakob lebt 20 Jahre im Exil in Syrien nach einem Streit mit Esau (Genesis 31, 38)

– Josef und die 4 Generationen mit ihm leben im Exil in Ägypten bis zur Zeit des Auszugs (Genesis 15, 13).

Bemerkung: Sowohl Jakob, wie auch Josef baten darum, dass ihre Knochen im Land Kanaan begraben würden. Dieser prophetische Akt zeigt ihren Glauben an das Bundesversprechen, das besagt, dass alles Land an das Volk Israel zurückfallen würde zur Zeit der Auferstehung und des messianischen Königreichs.

            Mose und Josua

Mose führte das Volk aus Ägypten hinaus in die Wüste. Sie gingen nicht direkt ins verheissene Land. Die Rückkehr und die Wiederherstellung wurden in mehreren Phasen durchgeführt. Mose selbst, der offensichtlich totalen Glauben in das Versprechen, dass sie das Land besitzen würden, hatte, wurde es verwehrt, auch nur einen Fuss hineinzusetzen. Gott selbst sagte ihm: “Nein.” Offensichtlich wird Mose teil der letzten Wiederherstellung sein, die im messianischen Königreich erfüllt werden wird. (Matthäus 17, 3).

Wie auch immer, unmittelbar nach Mose folgte die grosse Eroberung des Landes unter Josua Ben Nun. Hier sehen wir, wie Gottes Versprechen eines Königreiches endlich mit seinem prophetischen Zeitplan zusammenfällt. Die Besetzung fiel zusammen mit dem Besitz; Die Eroberung zusammen mit dem Bund.

Einer der Schlüsselfaktoren, die in diesem Fall einen Unterschied machten, war die Unterordnung Josuas unter den Engel des Herrn, den Heerführer der himmlischen Armeen. Dieser göttliche Bote ist die Figur des Messias, Yeshua (Jesus), in der Form vor seiner Fleischwerdung. (Ich spreche da von dem Treffen zwischen dem grossen „J“ und dem kleinen „J“.)

Josua 5, 13-15
Und es begab sich, als Josua bei Jericho war, dass er seine Augen aufhob und gewahr wurde, dass ein Mann ihm gegenüberstand und ein blosses Schwert in seiner Hand hatte. Und Josua ging zu ihm und sprach zu ihm: Gehörst du zu uns oder zu unsern Feinden? Er sprach: Nein, sondern ich bin der Fürst über das Heer des HERRN und bin jetzt gekommen. Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde nieder, betete an…

 
Beachte die unparteiische Antwort des Engels von YHVH – “nein”. Die Frage lautet also nicht, ob Gott auf unserer Seite steht, sondern ob wir auf Seiner Seite sind. Die Unterordnung des Führers der Regierung und der Armee Israels unter diesen göttlichen Boten ist von grösster Bedeutung, wenn wir versuchen Gottes Plan für den endgültigen Besitz des Landes zu verstehen. Totale Eroberung hängt zusammen mit dem messianischen Königreich, und das messianische Königreich hängt zusammen mit dem Messianischen König.

Dieser Engel des HERRN ist derselbe, der durch Mose von Gott dazu versprochen wurde, die Kinder Israels in der Eroberung des verheissenen Landes Kanaan anzuführen (2.Mose 23, 23). Es geschieht nur durch Ihn, dass Israel das Land in Besitz nimmt und darin wohnt. Derselbe Engel wird ihnen helfen langsam, Schritt für Schritt, zu erobern (2.Mose 23, 30). Wenn wir verstehen, dass der Engel des HERRN (YHVH) der Messias vor seiner Fleischwerdung war, so können wir den Zusammenhang zwischen der Verkündigung des Evangeliums und der Wiederherstellung des Königreichs in Israel erkennen.

            Richter

Durch das Buch der Richter hindurch haben sich die von Gott auserwählten Richter oft dem Engel YHVH unterstellt, bevor sie Land eroberten und erweiterten.

– Otniël (Richter 2, 1; 3, 9)

– Gideon (Richter 6, 11ff)

– Simsons Eltern (Richter 13, 3ff)

Wenn der Führer und das Volk sich dem göttlichen Boten unterstellten, eroberten sie noch mehr Land. Wenn das Volk sich aber von Gott abwandte in Sünde, dann verkleinerte Gott das Land, das sie eroberten, durch militärische Niederlagen. Aber wie auch immer es war, weder die Zu- noch die Abnahme von besetztem Gebiet änderten je etwas an der Zusicherung des Landes. Besitz ist absolut; Besetzung relativ.

Es war Gott selbst, der verantwortlich war für die Abnahme der Eroberungen durch militärische Niederlagen. Er sah es als eine Bestrafung für die Sünde. Vergleiche dies zum Beispiel mit der Niederlage der Kinder Israels bei Ai, verursacht durch die Sünde von Achan (Josua 7, 10ff). Sobald die Sünde aus dem Weg geräumt wurde, eroberten sie neues Land. Die Vollmacht dieser Zusicherung und der Eroberung wurde niemals auch nur im Geringsten von Gott in Frage gestellt.

Gott gebrauchte oft böse Völker (sogar Ungläubige, die Götzen oder Dämonen anbeteten) als Feinde Israels um die Zahl der Eroberungen abnehmen zu lassen. Aber der Gebrauch von Heiden als Instrumente für eine Bestrafung stellte niemals eine göttliche Billigung dieser Völker dar. Am Ende wurden sie sogar noch MEHR bestraft für ihren Angriff auf Israel. Besitz ist bedingungslos; Besetzung bedingt.

            David und Saul

Im Fall von Saul und David treffen wir auf einen neuen Faktor: Die Auseinandersetzung zwischen zwei messianischen Kandidaten innerhalb Israels, und der Kampf zwischen ihren zwei Königreichen. David war der wahre messianische König nach dem Bild Yeshuas. Saul lehnte ihn ab aus Eifersucht. Diese Eifersucht brachte Saul auch dazu, manchmal übereifrig zu sein. David respektierte Sauls Autoritätsstellung immer noch, auch als dieser ihn verfolgte. Als David die Führung übernahm, fuhr er weiter damit, das Gebiet des Königreichs Israel zu erweitern.

Bemerkung: Jede Anstrengung das Land zu erobern, muss der richtig  eingesetzten Autorität unter dem richtig ernannten Regierungschef unterstellt werden und zu der richtig erkannten Zeit durchgeführt werden. Bei Horma rebellierte das Volk gegen Mose, zuerst weigerten sie sich gegen die Amalekiter zu kämpfen, als er es ihnen sagte; später rebellierten sie wiederum, als sie sich entschlossen, hinaufzuziehen, obwohl er ihnen gesagt hatte, das nicht zu tun (4.Mose 14, 40ff).

Die wahre Autorität nicht anzuerkennen, zurückzufallen hinter der Autorität oder ihr vorauszueilen sind alles Formen von latenter Rebellion. Dieser Mangel an Unterordnung unter die Autorität kann grosse Probleme nach sich ziehen, wenn es um den Besitz und die Besetzung des Heiligen Landes geht. (Natürlich gelten dieselben geistlichen Prinzipien auch für unser persönliches Leben).

David ist, nach Josua, das zweite Beispiel von totaler Eroberung des Landes. Da David ein Abbild des Messias ist, stellt seine Eroberung auch die Hoffnung auf eine Erfüllung aller Zusagen im kommenden tausendjährigen Reich, oder messianischen Zeitalter, dar. Davids und Salomos Königreich ist ein Beispiel der zukünftigen Herrschaft Jesu auf der Erde. Yeshua wird Davids Königreich wiederherstellen, und noch mehr tun bei seinem zweiten Kommen.

Bemerkung: Der Wortstamm für das Land Kanaan,  K’na’ah, kommt im Hebräischen vom Wort für „Unterordnung, Demütigung, nachgiebig“. Beide Worte, Palästinenser und Philister, kommen von demselben hebräischen Stamm, Polesh, was soviel bedeutet, wie “einfallen, attackieren, in jemandes Gebiet eindringen”.

            Das geteilte Königreich

Israel wurde hart bestraft von Gott, als Davids Königreich zur Zeit Rehabeams geteilt wurde. Das Land zu teilen ist eine schlimmere Bestrafung als die Verkleinerung der Grenze durch militärische Niederlage und wirtschaftliche Probleme. Im Falle von Rehabeam wurde die Teilung des Landes beschlossen, wegen gewaltsamer Regierung und sozialer Ungerechtigkeit, nicht wegen dem Mangel an nationalistischem Eroberungswillen.

Die Teilung des Landes wurde von Gott beschlossen (1. Könige 11, 11) und durch die Prophetie von Ahija von Silo an Jerobeam (1. Könige 11, 31) und von Schemaja an Rehabeam bestätigt. Entgegen aller nationalistischen Erwartungen, besagte diese zweite Prophetie, dass die Teilung des Landes von Gott sei, “…das alles ist von mir geschehen…” – 1. Könige 12, 24. Diese Teilung war schlimmer als wirtschaftliche oder militärische Probleme, aber immer noch besser als totales Exil.

Später verschlimmerte sich die Lage noch, als die Assyrer nach Israel einfielen. Dann ging die Herrschaft über das nördliche Königreich von Israel ganz verloren. Obwohl Gott fremde Nationen als Werkzeuge der Bestrafung für Israel benutzte, strafte Gott diese Nationen im Nachhinein dafür, dass sie Sein Land und Sein Volk angegriffen hatten. Zum Beispiel benutzte Gott die Assyrer um Israel zu bestrafen; dann bestrafte Er Assyrien (Jesaja 10). Während allen Königreichen Judas und Israels, ist das Muster das Selbe: gottesfürchtige Regierung, mehr Land wird erobert; weniger gottesfürchtige Regierung, weniger Land wird erobert.

Während der Geschichte von Juda und Israel riefen die Propheten das Volk zur Busse auf. Ihre wichtigste Rolle war es nicht, religiösen Eifer zu ermutigen, sondern die geistlichen Wurzeln des Problems anzugehen. So wie Yeshua sagte: “Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.” – Matthäus 6, 33. Die Eroberung von Land wurde als das natürliche Resultat von richtiger geistlicher Beziehung mit Gott angesehen. (Darum glauben wir, dass Gebet, Busse und das Evangelium [gemeinsam mit Dienst in der Armee] schlussendlich dazu beitragen wird, dass Israel in seine Bestimmung zum Königreich Gottes hineinkommt.)

Der König Judas, Joschafat, überlegte sich einmal in den Krieg zu ziehen, verbündet mit dem sündigen König Israels, Ahab. Alle Propheten, ausser einem, versprachen einen militärischen Sieg. Micha aber sagte, dass er sich zwar eine weitere Eroberung von Land wünschen würde (1. Könige 22, 15), doch Gott habe seine Zustimmung nicht gegeben.
Derselbe Joschafat empfing bei einer anderen Gelegenheit eine Prophetie von Jahasiël, dem Sohn des Secharjas, die militärischen Sieg voraussagte, durch den übernatürlichen Eingriff Gottes (2. Chronik 20, 14).

            Prophetie, Evangelium und das Königreich

Prophetische Einsicht ist von Nöten um zu entscheiden, wann der Herr grünes Licht gibt um vorwärts zu gehen, und wann er das nicht tut. Moralische Busse, soziale Gerechtigkeit und Unterordnung unter die rechte Regierung (Römer 13) sind die Elemente, die zu militärischem Sieg führen, zu finanzieller Gesundung und Eroberung von Land. Einige möchten den militärischen Sieg ohne die geistliche Erneuerung; andere wollen die geistliche Erneuerung ohne die Wiederherstellung des Landes. Gottes Art und Weise ist es, beides zu tun, aber in der richtigen Reihenfolge.

Heute ist das Evangelium eine Fortsetzung der Botschaft der Propheten (Offenbarung 19, 10). Die prophetische Botschaft des Evangeliums führt zu militärischem Sieg (Offenbarung 19, 11). Yeshuas Jünger fragten ihn einst, ob er das Königreich Israels wiederherstellen würde (Apg. 1, 6). Sie dachten dabei an die nationale Wiederherstellung von Davids und Salomos Königreich (Micha 4, 8), und aller militärischer Siege, die damit einhergingen. Yeshua sagte ihnen, dass sie zuerst mit dem heiligen Geist erfüllt werden müssten und das Evangelium rund um die Erde verkünden sollten (Apg. 1, 8). Wenn sich dieser Auftrag seinem Ende nähert, würde die totale Wiederherstellung Israel nahe sein.

Bemerkung: Wenn sich messianische Juden oder christliche Zionisten weigern, das Evangelium zu verkünden, dann legen sie manchmal ein zu grosses Gewicht auf die nationalen, politischen Geschehnisse.

Bemerkung: Die Thora lehrt, dass Friedensverhandlungen vor militärischen Handlungen durchgeführt werden müssen (5. Mose 20, 10). Interessanterweise geschah es ab und zu in der Geschichte des modernen Staates Israel, dass wenn die Linken an der Macht waren, die Friedensverhandlungen scheiterten und Krieg ausbrach, Land erobert wurde (’48, ’67, ’73). Und manchmal, wenn die Rechten regieren, erlauben die strengen Sicherheitsvorkehrungen Friedensverhandlungen und / oder Rückzug aus dem Land (das begann im Sinai, dann Netanjahu mit Hebron und Sharon mit Gaza).

            Jeremia und das Exil

Die höchste Stufe der Bestrafung ist das Exil. Das babylonische Exil dauerte siebzig Jahre. Dieses Exil war Gottes Bestrafung für die Sünden seines Volkes. Während den Jahren, in denen Jeremia das Kommen des Exils vorhersagte, sagten alle falschen Propheten weitere Gebietseroberungen und Siege voraus.

Obwohl Jeremia über das Exil prophezeite, betonte er auch, dass die Zusage des Landes durch den Bund Gottes unumstösslich sei, und dass diese Zusage eines Tages wahr werden würde (Jeremia 31, 36-40; 32, 37-44; 33, 10-18). Darum sagte Gott Jeremia, er solle Eigentum kaufen im Land, selbst als die Babylonier Israel eroberten (Jeremia 32, 14-15).  Jeremias Landkauf während dem babylonischen Exil war ein Akt des Glaubens an den Bund Gottes, so wie Abraham, der die Höhle in Machpela kaufte.

Hätte das Volk Busse getan, hätte Gott die Bestrafung des Exils aufgehoben. Das Volk hätte nur einverstanden sein müssen:
           
            1. Jeremias Worten zu glauben (die denen der falschen Propheten widersprachen)
            2. Sich König Nebukadnezar zu unterordnen (siehe Jeremia 38, 17).

In gleicher Weise muss einer, damit er durch das Evangelium gerettet werden kann, an das Zeugnis der Apostel glauben und sich Yeshua als HERRN unterstellen. Die Tatsache, dass Nebukadnezar ein Heide war, machte keinen Unterschied. Jude und Heide haben vor Gott in dieser Hinsicht die gleiche Stellung.

Die Propheten Israels, und ebenso die Apostel Yeshuas, forderten eine Ausgewogenheit zwischen der Hingabe an die Berufung Israels und der Anerkennung der Vorsehung für die heidnischen Völker. Dies erklärt, warum Jona vor Gott floh. Jona war der „Eroberungs – Nationalist”- Typ von Prophet (siehe sein Prophetie in 2.Könige 14, 25 betreffend der Erweiterung der Grenzen Israels).

Dann gab Gott ihm ein Wort für Ninive, die Hauptstadt Assyriens (das heisst, ein Wort für Heiden). Jona verstand, dass wenn Gott ihm einen Auftrag gab, zu den Heiden zu gehen, plante Er, diese zu segnen und sie in ihre Berufung für das Königreich und in ihre Herrschaft zu bringen. Doch Jona war nur interessiert an der Berufung für Israel, er wollte keinen Auftrag für die Heiden.

Schlussendlich predigte Jona das Evangelium unter den Assyrern. Sie taten Busse. Und Gott gab ihnen die Herrschaft des Königreichs. Während zwei bis drei Generationen nach Jonas Erweckung, eroberten die Assyrer die gesamte bekannte Welt (Israel eingeschlossen).

In der Zeit von Jeremia widersetzten sich die religiösen, nationalistischen Eiferer Gottes Willen. Sie brachten Gedalja um (Jeremia 41, 2), den Statthalter und steckten Jeremia ins Gefängnis (Jeremia 37, 13).

In der Generation des Exils gab Gott König Nebukadnezar Herrschaft über die gesamte bekannte Welt. Er war ein Abbild des Messias, in dem Sinn, dass er Gottes herrschende Autorität darstellte (Jeremia 27, 6 – „Nun aber habe ich alle diese Länder in die Hand meines Knechts Nebukadnezar, des Königs von Babel, gegeben…“).

Dasselbe galt für den König Kyrus von Persien in der Generation der Rückkehr aus dem Exil, von diesem wird sogar direkt als dem Gesalbten (=Messias) gesprochen (Jesaja 45, 1 – „So spricht der HERR zu seinem Gesalbten, zu Kyrus, den ich bei seiner rechten Hand ergriff, dass ich Völker vor ihm unterwerfe und Königen das Schwert abgürte…“)  Geistliche Erneuerung, nationale Erlösung und Wiederherstellung des Königreichs hängen von der Unterordnung unter Gottes gesalbte und ernannte Autorität in jeder Generation ab.

            Die Treppe von Exil und Erlösung

Es gibt eine Treppe von Gottes Segen und Strafe, die vier grössere Stufen aufweist:

  1. Totale Eroberung und königliche Herrschaft
  2. Wirtschaftliche und militärische Niederlage, die die Grenzen des Landes verkleinert.
  3. Aufteilung des Landes in zwei Teile
  4. Exil

Heute stellt Gott die Nation Israel wieder her. Während er das tut, kehrt er den Prozess dieser Treppe um. Wiederherstellung (oder nationale Erlösung) ist das Gegenteil von Exil. (Bemerkung: Das hebräische Wort für Exil ist galut und das für Erlösung geulah, zwei ähnliche Wortstrukturen, die im Hebräischen auch ähnlich tönen.)

Darum hat der Prozess der Widerherstellung dieselben vier Stufen in umgekehrter Reihenfolge:

  1. Rückkehr aus dem Exil
  2. Die halbe Nation wird wiederhergestellt
  3. Ausdehnung des Gebietes durch militärischen und wirtschaftlichen Einfluss
  4. Totale königliche Herrschaft und Eroberung des Landes

Nachfolgend eine kurze Darstellung davon, wie diese Wiederherstellungstreppe im letzten Jahrhundert teilweise erfüllt wurde:

  1. Die Rückkehr aus dem Exil begann im Jahr 1881 während der ersten Alija der „BILU“- Bewegung und ist immer noch im Gange heute.
  2. Die halbe Nation wurde wiederhergestellt im Jahr 1947 und bei der Aufteilung des Landes und der Gründung des Staates Israel durch die UNO. Ich glaube, dass die Aufteilung und Israels Staatsgründung durch die UNO die Erfüllung der Prophetie und ein Teil des Wiederherstellungsprozesses sind.
  3. In den Jahren 1967 und 1973 wurde das Gebiet erweitert durch militärische Handlungen. Von 1977 an bis heute gab es auch wirtschaftliches Wachstum in Israel.
  4. Schliesslich, während die Nation zu ihrem Messias zurückkehrt und der Messias zu seinem Land zurückkommt, wird die volle königliche Herrschaft wiederhergestellt.

Das tausendjährige Königreich und die Wiederherstellung

Es ist sehr wichtig, dass wir den Zusammenhang zwischen dem zweiten Kommen Jesu und der endgültigen Wiederherstellung Israels erkennen. Ohne diese Verbindung gibt es weder ein echtes Verständnis der Theologie des Königreichs Gottes, noch ein wahres prophetisches Erkennen von gegenwärtigen Geschehnissen und dem Ende der Zeit.

Yeshua wird wieder kommen. Er kam das erste Mal als ein Diener, der Leid auf sich nahm (Messias Ben Yoseph (Messias, Sohn des Josef), nach rabbinischer Terminologie) und er wird wieder kommen als siegreicher König (Messias Ben David (Messias, Sohn Davids), nach rabbinischer Terminologie). Yeshua erfüllte noch nicht alle Prophetien über den Messias. Er erfüllte die Hälfte. Er erfüllte die Voraussagen, die sich auf die prophetischen und priesterlichen Funktionen beziehen, bei seinem ersten Kommen und er wird die Voraussagen über seine königliche Funktion bei seinem zweiten Kommen erfüllen.

Bemerkung: Dies ist auch ein Schlüsselfaktor der Evangelisation, besonders unter jüdischen Menschen. Sie verstehen nicht, warum Jesus gekreuzigt werden musste.  „Ist er der König von Israel, so steige er nun vom Kreuz herab  (besiege die Römer und bringe Weltfrieden), dann wollen wir an ihn glauben.“ – Matthäus 27, 42; Markus 15, 32; Lukas 23, 37.

Gottes Bundesverheissungen über das Land an Abraham, über die Priesterschaft an Mose, an David über das israelische Königreich und an die Propheten über den Weltfrieden – sie alle werden im tausendjährigen Reich in Erfüllung gehen, nach dem zweiten Kommen Jesu. Gott sehnt sich danach, soviel Wiederherstellung seines Königreiches wie möglich im jetzigen Zeitalter zu sehen, aber die endgültige Erfüllung wird erst geschehen, nachdem Yeshua wiedergekommen ist.

TEIL ZWEI: EXIL UND ERLÖSUNG

Wir, das jüdische Volk, haben uns nie wirklich mit dem Grund für unser 2000-jähriges Exil beschäftigt. Oft geben wir die Schuld einfach dem Antisemitismus. Nun, das ist nur teilweise richtig; und Gott wird die heidnischen Völker bestrafen für ihren Antisemitismus und die Verfolgung der Juden.

Sacharja 1, 14-15: Ich eifere für Jerusalem und Zion mit grossem Eifer und bin sehr zornig über die stolzen Völker; denn ich war nur ein wenig zornig, sie aber halfen zum Verderben.

Gemäss diesem Vers ist Gott zorniger mit den Nationen wegen ihrer Judenverfolgung, als er zornig ist über den Grund für das Exil Israels (wenigstens für das babylonische Exil). Er ist begieriger Zion wiederherzustellen, als er es war sie zu bestrafen. Trotzdem ist der Antisemitismus nicht der alleinige Grund für das Exil. Wenn du als Gläubiger aus den Nationen dies liest, ist der Antisemitismus dein Hauptanteil an der Sünde. Wenn du aber als Jude dies liest, so wie ich, dann ist für uns der Hauptgrund unsere eigene Sünde. Exil ist in der Bibel immer eine Bestrafung für Sünde.

Wenn wir uns mit dem wirklichen Grund des Exils auseinander setzen (unserem Stolz, Unglauben, Eigensinnigkeit, Religiosität und Ablehnung des Messias), werden wir zur vollen Wiederherstellung aus dem Exil gelangen. Dann wird das Königreich in Israel wiederaufgebaut werden; es wird Frieden geben auf der Erde und sogar Auferstehung von den Toten (Römer 11, 15).

Gott möchte so schnell wie möglich zur Wiederherstellung seines Königreichs fortschreiten (sowohl geistlich als auch im Realen), obwohl wir wissen, dass die endgültige Wiederherstellung erst nach Yeshuas zweitem Kommen geschehen wird. Darum beten wir: „Dein Reich komme; Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden” – Matthäus 6, 10.

Dies schliesst das Land Israel mit ein. Es ist Gottes Willen, dass so viel wie möglich wiederhergestellt ist, wenn Jesus wiederkommt, obgleich wir wissen, dass es noch keine vollständige Wiederherstellung sein wird. Wir sind nicht im Abschnitt des Exils in Gottes Heilsplan, sondern in der Zeit der Wiederherstellung. (Biblisch gesehen sind wir in einer Zeit ähnlicher der von Nehemia, als derjenigen von Jeremia.) Schlussendlich werden alle nationalistischen Bemühungen des Volkes Israel durch Yeshua, ihren messianischen König, zu Ende gebracht werden.

            Weltliche und religiöse Irrtümer

Ich bin sehr erstaunt über den Widerstand gegen Gottes Pläne, der sowohl von Seiten des weltlichen Humanismus, als auch von Seiten der religiösen Eiferer kommt. Yeshua sagte, wir sollten uns vorsehen vor dem Sauerteig des Herodes (weltlicher Humanismus) UND dem der Pharisäer (religiöse Eiferer) – Markus 8, 15.

Bemerkung: Natürlich sind alle pauschalen Schlussfolgerungen, wenn man sich mit solch empfindlichen und komplexen Dingen wie der jüdischen Geschichte oder dem Holocaust auseinandersetzt, notwendigerweise groteske Verallgemeinerungen. Nichtsdestotrotz möchte ich mit Gottesfurcht und im Anerkennen der grundlegenden Unmöglichkeit, solche Aussagen zu beweisen, einige Beobachtungen und Auffassungen darlegen.

Die Zionistische Bewegung nahm ihren Anfang mehr als 50 Jahre vor dem Holocaust. Ich glaube, dass dies ein prophetischer Ruf Gottes an das jüdische Volk war, Europa zu verlassen und entweder nach Amerika oder Israel zu gehen. In Westeuropa war die Tendenz aber, verursacht durch die Annehmlichkeiten und Selbstzufriedenheit, zu bleiben und die Warnzeichen zu ignorieren. In Osteuropa (wo der grösste Teil meiner Familie herkommt) waren die Juden grösstenteils sehr religiös. Die Neigung religiöser Juden war es, die zionistische Botschaft abzulehnen, weil sie nicht zu ihrer Sicht des Messias passte. Als Ergebnis dieser zwei Haltungen, falscher Humanismus und Religiosität, wurden Millionen von Juden niedergemetzelt.

Dasselbe Muster spielte sich in den frühen Jahren des Staates Israel ab. Viele ultra – orthodoxe Juden stellten sich gegen den Staat Israel und behaupteten, dass er nicht religiös genug sei oder dass sie nicht zurückkommen könnten, solange der Messias noch nicht wiedergekommen sei, während humanistische Juden in westlichen Ländern versuchten die Mühen des Staates Israel zu bestehen zu übersehen oder sich ihm gar entgegenstellten, weil sie nicht in ihrem bequemen Lebensstil gestört werden wollten.

Während den paar Jahrzehnten seit der Rückeroberung Jerusalems im Jahr 1967 vollzog sich ein Wandel, sowohl in den weltlichen, als auch in den religiösen Ansichten innerhalb Israels. Viele eher weltlich eingestellte Juden rutschten mehr nach links und glauben an einen illusorischen Friedensvertrag, der durch Landzugeständnisse erreicht werden kann, während viele religiöse Juden noch mehr nach rechts gerutscht sind, wo sie religiösen Eifer mit politischen Ambitionen verbinden.
In den letzten Jahren gab es einen erneuten Wandel, wobei eine neue politische Mitte entstanden ist mit einer pragmatischen Haltung, nachdem sie sowohl vom Versagen der Friedensverhandlungen, als auch dem der Besetzungs- oder Siedlungsstrategie, desillusioniert wurde.

            Biblische Modelle von Exil und Wiederherstellung

Das wichtigste biblische Model in der Tenach (Hebräische heilige Schrift, oder altes Testament) um das grosse Exil zu verstehen, ist das Beispiel des babylonischen Exils zur Zeit Jeremias. Genauso wie Jeremia das siebzigjährige Exil voraus gesagt hatte, kündigte Yeshua das Exil an, das im Jahre 70 begann. Während die meisten Vorhersagen Yeshuas moralischer oder geistlicher Art waren, in der Regel keine politischen Ereignisse, kündigte er in seiner Rede über die Endzeit sehr klar das kommende Exil und die Zerstörung Jerusalems an. (Matthäus 24, Lukas 21).

Bei der Zerstörung Jerusalems in den Jahren 70 und 135 gab es eine starke, religiöse – nationalistische Gruppierung von Eiferern, die gegen die Römer kämpften und im Ende mehr Schaden und Schmerz anrichtete. (Dies ist mindestens die Ansicht von Josephus, dem grossen jüdischen Geschichtsschreiber, dessen Schriften die wichtigsten historischen Dokumente dieser Zeit beinhalten.) Yeshua warnte seine Jünger davor, an der Rebellion gegen Rom teilzunehmen, indem er sagte: “Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen.“ – Matthäus 26, 52.

Die Römer kreuzigten Yeshua aufgrund ihrer Furcht, dass er einen jüdischen Aufstand anführen könnte um Cäsars Herrschaft zu stürzen (Johannes 11, 48; 19, 12-13). Seine Revolution war jedoch mehr geistlich wie politisch. Obwohl er schlussendlich die Unterordnung jeder Regierung unter seine königliche Autorität fordert, ist die Überzeugung seiner Anhänger nicht an erster Stelle religiös – nationalistisch (siehe Johannes 18, 36). Die Bibel stimmt militärischem Dienst ganz klar zu. Alle unsere Kinder dienen in der israelischen Armee. Trotzdem sind sie sich bewusst, dass Gottes geistliches Königreich erste Priorität haben muss.

So wie Ezechiel und Jeremia über das Exil lehrten, so lehrten Esra und Nehemia über dir Rückkehr. Die Bücher Esra und Nehemia beschreiben ein biblisches Modell für die Wiederherstellung des Überrests von Israel. Wir lesen dort von einer im Wachstum begriffenen Gemeinschaft, die auf die nationale Wiederherstellung hofft. Sie hielten das Schwert in der einen Hand und die Kelle in der anderen (Nehemia 4, 17). Sie lebten in einer Ausgewogenheit zwischen geistlichen und politischen Fragen.

Ich glaube, dass der messianische – jüdische Überrest innerhalb der Nation Israel eine Schlüsselrolle spielen wird bei der geistlichen Erneuerung, die schliesslich die endgültige Wiederherstellung unserer Nation herbeiführen und sogar die gesamte Welt beeinflussen wird. (Wenn aber schon ihr Fall Reichtum für die Welt ist … wie viel mehr wird es Reichtum sein, wenn ihre Zahl voll wird. … Was wird ihre Annahme anderes sein als Leben aus den Toten! – Römer 11, 12 & 15).
 
            Pluralismus und Zionismus

Obwohl die Wiederherstellung Israels und die Sammlung derer aus dem Exile in bekanntes Thema in jüdischen Gebeten und rabbinischen Schriften ist, waren die ersten hundert Jahre des modernen Zionismus verblüffend weltlich.

Bemerkung: Der Aufstand der sefardischen  „Shas“ in den späten 80ern brachte grossen religiösen Einfluss auf die Politik mit sich. Natürlich legte lange Zeit vorher der charismatische aschkenasische Führer Rabbi Avraham Yitzhak Kook (1865-1935) die geistlichen und spirituellen Fundamente um religiöse Orthodoxie und den politischen Zionistenstaat zu vereinen, was in seiner Zeit noch nie da gewesen war.

Warum erlaubte Gott, dass solche Säkularisten wie Theodor Herzl und David Ben Gurion an die Macht kamen während der neuen Wiederherstellung von Israel? Ich glaube, dass ihre Sicht eines modernen Staates mit pluralistischen Werten, vor allem der religiösen Meinungsfreiheit, ein wichtiger Teil für Gottes „Erlaubnis“ war, unser Volk wieder zu sammeln und unsere Nation wieder herzustellen.
Wenn wir 2000 Jahre zurückschauen, so können wir uns dem Eindruck nicht erwehren, dass es einen Zusammenhang geben muss zwischen der Kreuzigung Jesu und dem Exil. Während zehntausende von religiösen Juden die Botschaft annahmen („viele tausend“ – Apg. 21, 20), wurde die apostolische Gemeinschaft doch grundsätzlich abgelehnt und verfolgt durch die religiösen Einrichtungen. Diese Ablehnung der Botschaft der frühen messianischen Juden, von 33 bis 70 nach Christus, ist zu vergleichen mit der Ablehnung der Botschaften von Ezechiel und Jeremia in den Jahren vor 586 vor Christus.

Theodor Herzl war ein liberaler Humanist in Westeuropa. Er erlebte Antisemitismus in Paris im Jahre 1894, im berühmten Fall des fälschlicherweise angeklagten Armeeführers, Alfred Dreyfus. Seine Erfahrungen mit dem Antisemitismus brachten ihn dazu, einen jüdischen Staat für nötig zu erachten. Sein liberaler Hintergrund brachte ihn dazu, sich diesen Staat als einen pluralistischen vorzustellen. Sein die Geschichte beeinflussendes Buch, Der Jüdische Staat (erschienen in Deutsch im Jahr 1896), beschrieb diese Formel: ein moderner Staat, der beides ist, sowohl pluralistisch, als auch jüdisch.

Diese religiöse Meinungsfreiheit in der modernen zionistischen Bewegung durchbrach den Fluch der Ablehnung und Verfolgung von frühen messianischen Juden, und machte somit den eigentlichen Grund für das Exil rückgängig. Dies wiederum eröffnete die geistliche Möglichkeit, mit dem Prozess der Wiederherstellung Israels neu zu beginnen.

Es war nicht nötig, dass die Regierungsverantwortlichen das Evangelium annahmen, damit Gott beginnen konnte Seine Nation wiederherzustellen. Es ist die Aufgabe der Gemeinschaft der Gläubigen, das Evangelium zu predigen; es ist die Aufgabe der Regierung eine gerechte und strukturierte Gesellschaftsbasis zu schaffen, damit das Evangelium frei gepredigt werden kann. (Siehe die Verbindung zwischen 1. Tim. 2, 2 und 2, 4).

            Das Paradies wiederhergestellt

Der ursprüngliche Bund mit Abraham, der das Land Israel betrifft, war der Anfang von Gottes Plan den Garten Eden wiederherzustellen und das Exil Adams rückgängig zu machen. („In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde“ – 1.Mose 12:3.) Das Exil Adams aus dem Garten Eden ist ein Teil desselben Musters, das auch das babylonische Exil und die grosse jüdische Diaspora in den letzten 2000 Jahren beinhaltet. Exil symbolisiert die Trennung zwischen Gott und der ganzen menschlichen Rasse durch Sünde.

Die Wiederherstellung Israels ist symbolisch für Gottes Wiederherstellungsprozess in jeder Nation weltweit. Der wahre Inhalt ist nicht nur, dass die Juden sich wieder im Land Kanaan niederlassen, sondern dass die ganze menschliche Rasse mit Gott versöhnt wird. (Die geistlichen Parallelen zwischen der Verbindung des jüdischen Volkes mit ihrem Land und der kosmischen Verbindung Gottes mit der menschlichen Rasse ist auch ein bekanntes Thema der rabbinischen Schriften.) Israels Rolle in der Wiederherstellung der Nationen ist Teil ihrer Berufung als Volk von Priestern.

Die Wiedervereinigung von Gott und Mensch wurde nicht von Theodor Herzl oder David Ben Gurion und auch nicht durch Vater Abraham oder König David erreicht. Dies ist die Aufgabe des Messias. Bei seinem ersten Kommen überwand er die Trennung, die durch die Ursünde zwischen Gott und die Menschheit gekommen war; bei seinem zweiten Kommen wird er die Verstossung aus dem Paradies, verursacht durch eben diese Ursünde, überwinden.

Als Gott Himmel und Erde schuf, gab er die Erde der Menschheit (Psalm 115, 16). Adam war der Besitzer des Planeten Erde. Durch Sünde zerstörte er diesen Miets- oder Besitztumsvertrag. Yeshua kam an Adams Stelle um diesen Vertrag wiederherzustellen. Er kam um uns einen neuen Bund zu bringen, sowohl um unsere Beziehung zu Gott, als auch die menschliche Eigentümerschaft der Erde wiederherzustellen.

Jeremia 31, 31 und 34
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schliessen … denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.

Dieser neue Bund vergibt nicht nur die Sünde, sondern er stellt die Bedeutung der Schöpfung wieder her. Ohne diesen neuen Bund gäbe es keinen rechtlichen Grund, die Schöpfung zu erhalten. Da der Messias aus dem jüdischen Volk geboren werden sollte, würde es auch zwangsweise eine Beziehung geben zwischen der Erhaltung des jüdischen Volkes und der gesamten menschlichen Schöpfung durch den neuen Bund.

Kein jüdisches Volk, kein Messias; kein Messias, kein neuer Bund; kein neuer Bund, keine menschliche Schöpfung. Deshalb: kein jüdisches Volk, keine menschliche Schöpfung.

Jeremia 31, 35f
So spricht der HERR, der die Sonne dem Tage zum Licht gibt und den Mond und die Sterne der Nacht zum Licht bestellt; der das Meer bewegt, dass seine Wellen brausen … wenn jemals diese Ordnungen vor mir ins Wanken kämen, spricht der HERR, so müsste auch das Geschlecht Israels aufhören, ein Volk zu sein vor mir ewiglich
.

Jeremia beschreibt zwei Bestandteile des neuen Bundes:

  1. Vergebung der Sünden durch den Messias
  2. Bewahrung der menschlichen Schöpfung, abhängig von der Existenz der Juden. 

(Es ist empfehlenswert, die ganze Passage im Kontext zu lesen, Jeremia 31, 31 – 37)

Wenn das wahr ist, dann müsste man denken, dass jeder Christ von ganzem Herzen das jüdische Volk beschützen würde vor der Ausrottung, ihnen das Evangelium verkündet und sie zurück nach Israel bringt.

Wenn das wahr ist, dann müsste man denken, dass alle Kräfte des Bösen darauf aus sind, das jüdische Volk auszurotten, es vom Evangelium fernzuhalten und das Land Israel anzugreifen.

            Yeshua und Wiederansiedlung

Yeshua stellte den Besitztumsvertrag, den Adam zerstört hatte, wieder her. Darum musste er als Nachfahre Adams geboren werden. In Gottes Sicht gehört der Planet Erde, so wie er einmal Adam gehört hatte, jetzt Jesus. So wie der Planet Erde einmal unter menschlicher Herrschaft war durch Adam, so ist er jetzt unter menschlicher Herrschaft durch Yeshua. Kein Yeshua, keine Erde.

Gott machte auch einen Bund mit Adam für den Besitz des Landes Israel. Darum musste Yeshua als Nachfahre Adams geboren werden, als gebürtiger Israeli. Der eigentliche Zweck für die Existenz Israels hängt eng zusammen mit Yeshua. Kein Yeshua, kein Israel.

Gemäss der heiligen Schrift lebt der Messias in jedem seiner Jünger durch den heiligen Geist. Als die religiösen Führer des ersten Jahrhunderts die messianischen Juden aus der jüdischen Gemeinde ausschlossen, schlossen sie eigentlich Yeshua aus dem Land Israel aus. Als so Yeshua „ins Exil geschickt“ wurde, wurde der eigentliche Besitzer „ins Exil geschickt“. So manövrierten wir uns eigentlich selbst aus unserem eigenen Land hinaus. (Lukas 13, 34-35; Lukas 19, 41-44; Matthäus 23, 37-39.)

Gott sei Dank ist das Gegenteil auch wahr. Wenn messianische Juden wieder ins Land Israel hinein gelassen werden, dann wird Yeshua wieder hinein gelassen. Wenn Yeshua wieder hinein gelassen wird, dann können alle jüdischen Menschen wieder hinein gelassen werden. Es sind wie drei konzentrische Kreise, der innerste ist Yeshua. Der mittlere sind die messianischen Juden und der äusserste sind die restlichen Juden. Um es anders auszudrücken: Der erste Kreis ist der Messias; der zweite der messianische Überrest und der dritte die Nation Israel.

Die könnte grössenwahnsinnig tönen, als ob alles von uns messianischen Juden abhangen würde. Aber das ist nicht der Punkt. Nichts hängt von uns ab. Alles, auch der Besitz und die Besetzung Israels, hangen von Yeshua, dem Messias, ab. Er ist der entscheidende Faktor.

Jesaja 65, 8-9
Wie wenn man noch Saft in der Traube findet und spricht: „Verdirb es nicht, denn es ist ein Segen darin!“, so will ich um meiner Knechte willen tun, dass ich nicht alles verderbe. Ich will aus Jakob Nachkommen wachsen lassen und aus Juda Erben, die meine Berge besitzen; meine Auserwählten sollen sie besitzen, und meine Knechte sollen auf ihnen wohnen
.

Solange dieser neue geistliche Saft noch in der Traube ist, solange werden wir messianischen Juden bewahrt und der Rest unseres Volkes mit uns.

Bemerkung: Solange messianische Juden in Israel leben dürfen, könnte keine Macht des Himmels oder der Erde die Nation von ihrem Land entwurzeln. Die einzigen drei Gebiete, bei denen die israelische Regierung einverstanden war, die Siedlungen aufzulösen (Gaza, isolierte nördliche Siedlungen in Samarien und Teile der Nachbarschaft Hebrons), sind Gebiete, die von religiösen Gemeinschaften kontrolliert wurden, die keine messianische Gemeinde duldeten. Und genauso blieben grössere Siedlungen, wo messianische Juden leben dürfen bestehen, obwohl weltweit auf Israel Druck ausgeübt wurde, sie zu räumen (Maaleh Adumim und Ariel).

Es gab viel Streit darüber, ob es richtig war, diese Siedlungen zu räumen. Die Meinung der Mehrheit, die langsam hervorkommt ist aber, dass die Loslösung von Gaza nötig war und von den wenigen Siedlungen im Norden Samariens ebenso, aber dass auf keinen Fall  weitere Rückzüge aus Siedlungen stattfinden dürften während dem weitern Loslösungsprozess

            Das Land und der Entscheidungskampf

Gott ging noch einen weiteren Bund ein, dieses Mal mit David; dieser Bund garantierte ihm die Regierungsherrschaft über Israel und die ganze Welt (2. Samuel 7, 13-14; Psalm 89, 3-23). Darum musste Yeshua in Bethlehem als Sohn Davids geboren werden. Kein David, kein Yeshua; kein Yeshua, keine Weltherrschaft. Wenn die Regierung Israels anfangen wird, an Yeshua zu glauben, ist das messianische Königreich nahe gekommen. (Matthäus 23, 39, Offenbarung 11, 15, Daniel 7, 18.)

Zu dieser Zeit wird Yeshua das Recht haben, nach Jerusalem zurückzukehren und auf dem Throne Davids zu regieren. Wenn das passiert, wird es keine andere Wahl mehr geben für die Mächte des Bösen, als einen vollen, radikalen Angriff auf Israel zu starten. Dies wird den Entscheidungskampf herbeiführen. Yeshua wird gezwungen sein zurückzukehren als der Anführer der Armee des Gottes Israels um Seine Nation zu verteidigen. Zur selben Zeit, in der die weltlichen Armeen Jerusalem angreifen werden (Sacharja 14, 2ff), wird Yeshua zurückkehren, die himmlische Armee anführend (Offenbarung 19, 11ff).

Einige Zeit vor dieser Schlacht wird es eine erfolgreiche Zeit von Frieden und Wohlstand im mittleren Osten geben. Während diesem Frieden, wird Israel beginnen, abzurüsten (Diese Friedenszeit und die Abrüstung werden wiederholt in den Endzeit-Prophetien in Ezechiel 38, 11 und in Jeremia 49, 31). Der Wohlstand wird unter den Völkern Neid auslösen. Neid wird das Motiv sein. Die Abrüstung wird die Möglichkeit bieten.

Die Schlacht wird noch schneller herbeigeführt durch den andauernden Streit um das Land. Durch die Geschichte, haben die Anstrengungen, das jüdische Volk anzugreifen und die Wiederherstellung ihres Landes zu verhindern, den Zorn Gottes nach sich gezogen. Bei dieser Entscheidungsschlacht, wir Er sein Gericht über diejenigen bringen, die gegen seine Herrschaft im Messias rebelliert (Psalm 2, 2) und Seinen rechtmässigen Besitz des Landes bestritten haben. („…will ich alle Heiden zusammenbringen … und mit ihnen rechten wegen meines Volks und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heiden zerstreut und sich mein Land geteilt haben“ – Joel 3:2.)

Möge Gott uns die Gnade geben, sein Wort richtig zu predigen, wenn es um die aktuellen Konflikte im mittleren Osten  und die apokalyptischen Geschehnisse der Endzeit geht!

Asher Intrater

Written by freundisraels

2010/03/31 um 14:00

Veröffentlicht in Allgemeines

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