Schofar of E-rez Jis-ra-el

Sch´mah Israel JHWH Eloheim JHWH Echad 5 Mose 6:4

Tanach

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TanachTanachIm Anfang)Namen)Er rief)In der Wüste)Worte)Tanach ( ך״נת ) ist die Heilige Schrift (Bibel) des Judentums. Er besteht aus den dreiTora (Weisung), Nevi’im (Propheten) und Ketuvim (Schriften), deren[1]Tanach 2BegriffTNKist ein aus den hebräischen Initialen der drei Hauptteile zusammengesetztesת ), Nun ( נ ) und Kaph ( כ ; Schlussform ( ךwerden vokalisiert zuTanakh oder Tenakh (IPA: [taˈnax] oder [təˈnax]); derchausgesprochen.Rolle im GottesdienstDer Tanach wird im jüdischen Gottesdienst am Schabbat in der Synagoge regelmäßig fürMikra oder Miqra ( אָרְקִמ : Lesung) bezeichnet.Haftarot) werdenMegillot und die PsalmenEntstehung und EinteilungSeite eines Targums, 11. Jhdt.Der Tanach entstand als Sammlung verschiedenster,שמוח ] (die Fünf), GriechischFünf-Schriftrollen-Behälter) genannt.biblia) ein. Dabei zählte er die BücherkleinenPropheten, Richter/Rut und[2]AufbauDie drei Hauptteile des Tanach sind in der Reihenfolge ihrer Entstehung angeordnet. DieNevi’im: Dies deutet die Geschichte Israels vonInhalteDer Tanach erzählt die Geschichte der Schöpfung und des Volkes Israel unter JHWHsEl problemlos mit JHWHder sogenannte Monotheismus setzte sich erstTextgeschichteDie Hebräische Sprache eignete sich nicht für Tontafeln, die sonst im Alten Orient inKodexzu bündeln. DerkleinenPropheten.nach der Niederlage desfestgelegt. Dass er dabei alter vorchristlicher, jedoch noch nicht kanonisierterMasora(philologischeMasoreten: jüdischen Schriftgelehrten in Palästina hierund Babylonien, die mit dem Sammeln und Redigieren vonNikud(hebr. דּוּקִנ ) , ein System von Punktierungen oder Vokalzeichen, das zur Darstellungta`ameioder kurz te`amim; Jiddisch trope, auch im Englischen gebräuchlich) bezeichnet׃ץֶרָֽאָה ת אְֵ֥ו םִי מַָּׁ֖שַה ת אֵ֥ םי הִֹ֑לֱא א רָָּ֣ב תי שִׁ֖אֵרְּבBis etwa 1000 vereinheitlichten die Masoreten den Text des Tanach. Sein vollständiger TextUrtextder Bibel. Auf ihren Kodices beruhen alle modernenUrtext-Ausgaben des Tanach, so dieBiblia Hebraica(Herausgeber Rudolf Kittel) und Biblia Stuttgartensia (Herausgeber KarlVerhältnis zum Alten TestamentIm Christentum wird der Tanach als Altes Testament (AT) im Gegenüber zum NeuenGeschichtsbücher(1. Mose bis Buch Esther), Dichtungoder „weisheitliche Schriften“Propheten.hinterenPropheten (Nevi’im) stimmen beide Versionen überein.Altes Testamentgeht auf die Rede vom Altenund NeuenBund imaltals veraltetoderüberholtgedeutet wurde. Damit war die theologische Enteignungdes Judentums in derHebräische Bibel, Erstes Testament oderHebräische Schriften. Damit grenzen sie sich vom christlichen Antijudaismus ab undNeuen Bundals endgültige Bekräftigung des ersten Bundes Gottes mit seinem Volk IsraelEinzelnachweise[1]Adolf M. Ritter: Zur Kanonbildung in der Alten Kirche, in: Charisma und Caritas., Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1997, ISBN[2]Erich Zenger: Einleitung in das Alte Testament, Kohlhammer, 6. Auflage 1995, S. 23LiteraturHanna Liss u. a.: Tanach. Lehrbuch der jüdischen Bibel. Winter, Heidelberg 2005, ISBNErich Zenger (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. Kohlhammer, Stuttgart 2006,Erich Zenger: Das Erste Testament. Die jüdische Bibel und die Christen. Patmos,WeblinksCommons: Tanach(http:/ / en. wikipedia. org/ wiki/Bilder, Videos und AudiodateienBiblia Hebraica Stuttgartensia (http:/ / tanakhml2. alacartejava. net/ cocoon/ tanakhml/(masoretischerWestminster Leningrad Codex (http:/ / www. tanach. us/ Tanach. xml) – der Text desiTanakh: Onlinetexte zur Erforschung der Hebräischen Bibel, Pepperdine University,(http:/ / www. itanakh. org/ ) (englisch, PDF)The Judaica Press Complete Tanach with Rashi (http:/ / www. chabad. org/ library/ article.(englisch, mit zuschaltbaren Kommentaren von Raschi)  

Tora

1. Buch Mose (Bereschit:

2. Buch Mose (Schemot:

3. Buch Mose (Wajikra:

4. Buch Mose (Bemidbar:

5. Buch Mose (Devarim:

Nevi’im: Propheten

Buch Josua

Buch Richter

Erstes und Zweites Buch Samuel

Erstes und Zweites Königsbuch

Jesaja

Jeremia

Ezechiel

Zwölfprophetenbuch

Ketuvim: Schriften

Buch der Psalmen

Buch Hiob

Buch der Sprichwörter

Buch Rut

Hohes Lied

Prediger Salomo

Klagelieder Jeremias

Buch Ester

Buch Daniel

Buch Esra und Nehemia

Erstes und Zweites Chronikbuch

Der

Hauptteilen

Anordnung ihrem Alter und theologischen Rang weitgehend entspricht. Er wurde um 100 n.

Chr. in 22 oder 24 Bücher eingeteilt und kanonisiert.

Alle seine Bücher und zusätzlich einige aus seiner um 250 v. Chr. begonnenen griechischen

Bibelübersetzung, der Septuaginta, wurden vom Christentum als gültiges Wort Gottes

übernommen, bis 400 als Altes Testament kanonisiert und dem Neuen Testament

vorangestellt.

Kunstwort (Akronym). Die Konsonanten Taw (

Schlusskonsonant wird aspiriert und als

Schriftlesungen verwendet und dann als

Aus der Tora wird fortlaufend vorgelesen; ausgewählte Prophetentexte (

als Kommentare dazu vorgetragen. Aus den Schriften dagegen wird nicht kontinuierlich,

sondern nur zu bestimmten Anlässen gelesen. Besonders die fünf

haben liturgische Bedeutung.

religiöser und profaner jüdischer Schriften in einem

komplexen Prozess von ca. 1200 Jahren in und mit der

wechselvollen Geschichte Israels. Seine ältesten Bestandteile

sind mündlich überlieferte Sagenkränze und Ätiologien

einzelner Sippen und Stämme, die allmählich

zusammenwuchsen, später aufgezeichnet und in eine

theologisch konzipierte Heilsgeschichte integriert wurden

und so gesamtisraelitische Bedeutung erhielten.

Die Tora entstand seit der Staatsbildung in Israel und lag

schon in vorexilischer Zeit als schriftliches Gesetzbuch und

Grundlage des Jerusalemer Tempelkults vor. Sie wurde bis

250 v. Chr. endgültig fertiggestellt und dann ins Griechische

übersetzt.

Seit etwa 400 v. Chr. wird sie in fünf Bücher des Moses eingeteilt. Dies hing mit

theologischen Gründen und dem Umfang von zusammengerollten Pergamentschriften

zusammen. Darum wird die Tora auf Hebräisch Chumasch [

auch Pentateuch (

Die Schriftbücher der Propheten und das Zwölfprophetenbuch lagen großenteils bis 200 v.

Chr. vor. Im Buch Sirach (um 190 v. Chr.) wird erstmals eine dreiteilige Sammlung heiliger

Schriften vorausgesetzt. Damals war nur noch der dritte Teil unabgeschlossen.

Um 90 n. Chr. teilte Flavius Josephus den Tanach gemäß der Buchstabenzahl des

hebräischen Alphabets in 22 einzelne Bücher (griech.

Samuel, Könige, Chronik, Esra/Nehemia, die 12

Jeremia/Klagelieder als je ein Buch. Das 4. Esrabuch dagegen teilte den Tanach in 24

Bücher ein, indem es Richter, Rut, Jeremia und Klagelieder einzeln zählte. Es erreichte so

eine Analogie zu den Zwölf Stämmen Israels und dem in 12 Monate geteilten Jahreszyklus.

Umfang und Einteilung des Tanach wurden im Judentum etwa 100 n. Chr. endgültig

festgelegt. Die Abfolge der Bücher im Propheten- und Schriftenteil und die Aufnahme und

Tanach 3

Zuordnung weiterer Bücher zum Schriftenteil blieb bis etwa 200 n. Chr. umstritten. Als eins

der letzten Bücher wurde das Buch Daniel (entstanden um 165 v. Chr.) aufgenommen, aber

den Schriften, nicht den Propheten zugeordnet.

Tora enthält JHWHs bleibend gültige Erwählung des Gottesvolks und Offenbarung seiner

Rechtsordnung, auf die die Schöpfung der Welt von Anfang an zielt: Darum ist dieser erste

zugleich der theologisch wichtigste Hauptteil des Tanach, auf den die beiden später

entstandenen Teile bezogen bleiben.

Ihre Rangfolge spiegelt nach orthodox-jüdischem Glauben einen abnehmenden Grad an

Inspiration: Die Tora beruht demnach auf direkter Zwiesprache des Mose mit Gott, die

Nevi’im beruhen auf gottgesandtem Wortempfang, Träumen und Visionen, die Ketuvim

beruhen auf indirekter Beeinflussung der menschlichen Autoren durch den Heiligen Geist.

In dieses abgestufte Ordnungsschema wurden weitere biblische Bücher nach der

angenommenen oder tatsächlichen Entstehungszeit und aus theologischen Gesichtspunkten

eingeordnet. Der zweite Hauptteil verbindet Aufzeichnungen der Geschichte Israels, die

heute als Deuteronomistisches Geschichtswerk angesehen werden, und die Bücher der

klassischen Prophetie unter dem Titel der

vornherein nicht als bloße Erinnerung an Vergangenes, sondern als vorausweisende

Zukunftsansage. Damit erscheinen die vorexilischen Propheten, deren Verkündigung nicht

in eigene Bücher gefasst wurde, als legitime Nachfolger des Toraempfängers und

Propheten Mose (Dtn 18,18; 34,10) und als Wegbereiter der klassischen Schriftprophetie,

deren Theologie das Geschichtswerk entscheidend beeinflusste. So stellen Samuel, Natan,

Ahija von Schilo, der Gottesmann aus Juda, Micha ben Jimla, Elija, Elischa und die

Prophetin Hulda in den Königsbüchern immer wieder die Weichen für die Zukunft der

Königreiche Israel und Juda, indem sie oft an den in der Tora geoffenbarten Gotteswillen

erinnern und ihre Interventionen damit begründen.

Der dritte Hauptteil enthält vor allem Bücher, die die menschliche Antwort auf Gottes

Offenbarung (Teil 1) und seine Selbstauslegung in der prophetisch gelenkten Geschichte

Israels (Teil 2) behandeln und spiegeln. Deshalb enthält er sowohl vorexilisch entstandene

Bücher wie die gesammelten Psalmgebete als auch spät und auf Griechisch abgefasste

Bücher wie das apokalyptische Buch Daniel. Das zweigeteilte Chronikbuch, das dieselbe

Zeit wie die Königsbücher behandelt, aber über das Ende des ersten Jerusalemer Tempels

hin fortsetzt, wurde an das Ende des dritten Hauptteils gestellt. So bildet das Cyrusedikt

zur Freilassung der exilierten Juden und der Erlaubnis zum Wiederaufbau des Jerusalemer

Tempels (um 539 v. Chr.) den programmatischen Abschluss des Tanach: Die

Heilsgeschichte JHWHs mit seinem erwählten Volk Israel zielt auf sein erneuertes Leben im

gelobten Land um sein wiederhergestelltes Heiligtum, im Frieden mit Gott und seinen

Nachbarn.

Tanach 4

gnädiger Führung über einen Zeitraum von etwa 1300 Jahren. Er enthält verschiedenste

Traditionen der einzelnen Stämme von Halbnomaden, die sich um den Glauben an den Gott

JHWH im Raum des heutigen Palästina zu einem Volk vereinten. Dazu gehören

Ortsätiologien, Kultsagen, Erinnerungen an Siege und Niederlagen aller Art und

Gebotssammlungen. Sie wurden von verschiedenen Autoren redaktionell zu einer

Gesamtgeschichte Israels verbunden.

Ein Teil dieser Gebote spiegelt längst vergangene vor-antike Lebensverhältnisse, die bis ins

Einzelne geregelt waren. Wesentliche Kernbestandteile der jüdischen Tora sind jedoch in

das kulturelle Erbe der Neuzeit eingegangen: Dazu gehören vor allem der Dekalog und die

Menschenwürde jedes Einzelnen. Sie wird im Tanach mit der Befreiung Israels aus der in

der Antike allgemein üblichen Sklaverei, die als Erwählung eines Volkes zum Segen für alle

Völker verstanden wird, und der Gottebenbildlichkeit des Menschen begründet.

Einige Schichten des Tanach spiegeln andere als die jahwistische Tradition: Beim

Einsickern der Halbnomaden-Stämme in das Kulturland Kanaan brachte jeder Stamm

seinen Sippengott mit. Diese wurden erst miteinander, dann mit der Gotteserfahrung der

Hebräer aus dem Raum Ägyptens und der Sinaihalbinsel verschmolzen (Ex 3). Sie wurden

zum Teil auch zusammen mit Gottheiten der Kanaanäer verehrt (Synkretismus). Während

etwa die Schöpfergottheit des kanaanäischen Pantheons

identifiziert werden konnte (Gen 14,17f), wurden Fruchtbarkeits- und Astralgötter wie Baal,

Astarte, Marduk u. a. als der eigenen Glaubensidentität fremd abgestoßen. Die

einheitsstiftende Rolle des 1. Gebots

allmählich in Israel durch.

Keilschrift beschrieben wurden. Auch mit sakralen Texten beschriebene Tonscherben

(Ostraka) wurden in Israel bisher nicht aufgefunden. Das übliche Schreibmaterial waren

handgefertigte Papyrus-, vereinzelt auch Lederrollen, mit Tinte aus rußigem Olivenöl oder

metallhaltigem Vitriol beschrieben. Sie waren ebenso haltbar wie heutiges hochwertiges

Papier, blieben aber nur unter günstigen klimatischen Bedingungen erhalten.

Die ältesten bekannten zusammenhängenden Bibeltexte sind die Schriftrollen vom Toten

Meer, entstanden zwischen 200 und 100 v. Chr.. Sie umfassen die meisten Bücher der

ersten beiden Hauptteile, darunter eine fast 7,5 Meter lange Rolle des vollständigen

Jesajabuchs (66 Kapitel). Diese wich zur großen Überraschung der Bibelforschung nur

minimal von den bis dahin bekannten, 1.200 Jahre jüngeren mittelalterlichen

Bibelhandschriften ab, so dass von einer enormen Disziplin und Texttreue bei der

generationenlangen Abschrift von Bibeltexten ausgegangen wird.

Seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. löste Pergament das Papyrus als Schreibmaterial ab: Nun

wurde es möglich, mehrere umfangreiche Schriftrollen zu einem

älteste erhaltene hebräische Bibelkodex ist der Codex Cairensis aus 895 n. Chr.; er enthält

nur die Bücher der 12

Der 1616 wiederentdeckte samaritanische Pentateuch wich in etwa 6000 Fällen meist nur

orthografisch vom bis dahin bekannten Masoretentext ab, stimmte aber in einem Drittel

Tanach 5

dieser Fälle mit der Septuaginta überein. 1850 kamen Zufallsfunde in einer zugemauerten

Geniza (Rumpelkammer) zum Entsorgen überholter Schriftrollen in Kairo hinzu. Dadurch

weiß man heute, dass die bis 1945 bekannte Textversion überwiegend die palästinische

Tradition überliefert hat, die vor 135 nicht die einzige war.

Der Konsonantentext vor allem der Tora wurde um 135 n. Chr.

Simon Bar Kochba im letzten jüdischen Aufstandsversuch gegen das Römische Reich

Überlieferung folgte, ist durch die Funde in Qumran und den Papyrus Nash (um 170 v. Chr.

entstanden) erwiesen. Bis dahin gab es mehrere Versionen der Hebräischen Bibel

nebeneinander: die Septuaginta, den samaritanischen Pentateuch und

hebräisch-aramäische Vorformen des Tanach mit leichten Abweichungen, auf die

innerbiblische Paralleltexte hinweisen: z. B. Psalm 18 und 2. Samuel 22 oder Jesaja 2, 2-4

und Micha 4, 1-3.

Nach Festlegung des Konsonantentextes begann die 1000-jährige

Arbeit) der danach genannten

besonders in Tiberias

biblischen Handschriften befasst waren. Eine ihrer Aufgaben war auch die Punktuation

(Markierung) des festgelegten Konsonantentextes durch Vokalzeichen, Akzente,

Satzzeichen und Verseinteilungen. Ferner mussten nach ihren strengen Vorschriften ältere,

von der als gültig vereinbarten Textversion abweichende Abschriften vernichtet werden.

Der Konsonantentext enthielt einige uneinheitlich gebrauchte Buchstaben, die den

Masoreten als Interpunktionszeichen dienten, den matres lectionis. Im frühen Mittelalter

codifizierten sie die mündliche Tradition der Lesung des Tanach, indem sie zwei

wesentliche Interpunktionszeichenarten einführten:

von Vokalen in der hebräischen Schriftsprache dient, und Kantillation (hebr.

ha-mikra

spezielle Interpunktions-Zeichen, die die Buchstaben und Vokalzeichen ergänzen. Einige

dieser Zeichen wurden auch in den mittelalterlichen Handschriften der Mischna benutzt.

Danach lautete z.B. der Beginn des 1. Buch Mose:

liegt erstmals in der Handschrift B19 (Codex Leningradensis) vor, die 1008 n. Chr.

aufgeschrieben wurde. Dieser hebräisch-aramäische Masoretentext wurde erst im Zeitalter

der Renaissance und der Reformation von Christen wiederentdeckt und dann zur

Grundlage ihrer Bibelübersetzungen, besonders der von Martin Luther (1534). Diese seit

dem Mittelalter bekannten masoretischen Bibelhandschriften galten lange Zeit als

Elliger und Wilhelm Rudolph).

Tanach 6

Testament (NT) bezeichnet. Auch die Bücher des AT werden in drei Hauptteile eingeteilt:

(Hiob, Psalmen, Sprüche Salomos, Prediger, Hoheslied) und

Das AT enthält sämtliche Schriften des Tanach, wobei sich Zuordnung und Reihenfolge der

Bücher je nach christlicher Konfession unterscheiden. Das evangelische AT enthält

ausschließlich diese Schriften. Hauptunterschied ist die Stellung der Propheten, die im

Tanach nach der Tora stehen, im AT erst am Ende nach den übrigen Schriften. Zudem

gehören im Tanach auch solche Bücher zu den Propheten, die im AT als Geschichtsbücher

gelten. Darin zeigt sich bereits das unterschiedliche inhaltliche Verständnis der Heiligen

Schriften im Judentum und Christentum: Für Juden ist die Geschichtserinnerung zugleich

aktuelle Zukunftsverheißung.

Die Tora eröffnet die Bibel in beiden Religionen. Im AT bildet sie aber keine eigene Gruppe,

sondern steht mit den Büchern Josua, Richter, Samuel, Könige, Ruth, Chronik, Esra,

Nehemia und Ester in einer Reihe. Damit wird der in der Tora geoffenbarte Wille Gottes in

gewisser Weise zu einer Erinnerung an vergangene Geschichte. Auch die übrigen Schriften

(Ketuvim) sind anders zugeordnet. In der Reihenfolge der sogenannten

Die römisch-katholische Kirche zählt zu den Geschichtsbüchern noch die Bücher Tobit und

Judith, die nicht Teil des Tanach sind.

Im Christentum werden die fünf Bücher Mose also hauptsächlich als geschichtliche

Zeugnisse des Volkes Israel gelesen und weniger als aktuelle Lehre oder Unterweisung,

abgesehen von den Zehn Geboten, frühen Verheißungen an die Erzväter und messianischen

Weissagungen der Propheten Israels. Die christlichen Kirchenväter, die einerseits die

Aufnahme des AT in den christlichen Bibelkanon durchsetzten, deuteten andererseits viele

prophetische Verheißungen, Psalmgebete und Schöpfungserzählungen entgegen ihrem

Eigensinn allegorisch oder typologisch, um auf das Kommen Christi hinzuweisen.

Die Bezeichnung

Hebräerbrief zurück. Sie wurde oft irrtümlich als Ablösung des Bundes Gottes mit Israel

durch das neue Gottesvolk, die Kirche, aufgefasst, so dass

Substitutionstheologie verbunden.

Um diese traditionelle Abwertung zu vermeiden, nennen manche Christen, Theologen und

Kirchen den Tanach bzw. das AT heute

betonen die gemeinsame Grundlage beider Religionen. Denn auch das NT verkündet den

(Röm 11,2), der nun allerdings auch alle übrigen Völker einschließt (Joh 4). An der

lebendigen Beziehung des einen Gottes zu seinem zuerst und bleibend erwählten Volk

halten bekennende Juden und Christen gerade heute, nach der Erfahrung des Holocaust,

gemeinsam fest.

Tanach 7

Aufsätze zur Alten Kirche

3-525-58160-2, S. 273ff

3-8253-5116-5.

ISBN 3-17-019526-3, S. 21-32.

Düsseldorf 2004, ISBN 3-491-69416-7.

Commons:category:tanakh)

d11. php2xml?sfr=1& prq=1& pnt=tru& acc=tru& dia=tru& enc=heb)

Text mit englischen Erläuterungen)

Codex Leningradensis

Malibu, Kalifornien

asp?AID=63255)

Written by freundisraels

2010/04/13 um 12:40

Veröffentlicht in Allgemeines

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